Osteotomie und Zahnentfernung in Berlin
Die Osteotomie ist ein spezialisiertes Gebiet innerhalb der Zahnmedizin und umfasst operative Zahnentfernungen sowie korrigierende Eingriffe an Zähnen und Kieferknochen. Diese Eingriffe erfordern viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung seitens des Zahnarztes, da sie sensible Bereiche wie Mund, Zähne und Kiefer betreffen. Die häufigste Form der Osteotomie ist die Extraktion von Weisheitszähnen, die noch nicht durchgebrochen sind oder quer im Kiefer liegen und dadurch Schmerzen und Zahnverschiebungen hervorrufen können.
Manchmal benötigen auch verlagerte oder retinierte Zähne wie Eckzähne eine Osteotomie zur Entfernung. Diese Zähne haben oft keinen Platz im Kiefer und führen zu Entzündungen. In solchen Fällen ist eine präventive Entfernung sinnvoll, um Komplikationen zu vermeiden. Die Alveole, das Zahnfach, ist ein wichtiger Bestandteil des Zahnhalteapparates. Wenn das Röntgenbild eine schlechte Prognose ergibt und umliegende Zähne gefährdet sind, zeigt sich präventives Handeln durch Zahnextraktionen als notwendig, um die Mundgesundheit zu erhalten. Liegt bereits eine Entzündung vor, gestaltet sich die Osteotomie komplexer.
Zu den häufigsten Indikationen für eine Osteotomie zählen Weisheitszähne, die Schmerzen verursachen, Zahnbrüche mit Wurzel- und Längsfraktur, dauerhafte Schmerzen nach einer Wurzelbehandlung, Wurzelspitzenentzündungen oder Zysten im Kieferbereich sowie Kieferbrüche und vorhandene Wurzelreste. Diskrepanzen zwischen Zahn- und Kiefergröße können ebenfalls eine Osteotomie erforderlich machen.
Eine Osteotomie gehört zur operativen Zahnmedizin und kann auch zur Zahnsanierung beitragen. Voraussetzung für den Eingriff ist, dass Zahn und Knochen erhaltungswürdig sind. Eine Osteotomie kann Fehlstellungen im Kiefer, die erblich bedingt oder durch Unfälle entstanden sind, korrigieren. Stark beschädigte Zähne, die nicht im Ganzen entfernt werden können, werden stückweise extrahiert.
Die Operation beginnt in der Regel mit einer örtlichen Betäubung oder optional einer Sedierung, besonders für Angstpatienten. Zunächst wird der Kieferknochen mit Bohrern, Meißeln und Sägen freigelegt. Die Nerven in der Region werden durch Infiltration betäubt, ein Standardverfahren bei Eingriffen im Ober- und Unterkiefer. Zahnteile und Knochenelemente werden vorsichtig abgetragen und die Wurzelreste entfernt. Der Zahnarzt überprüft anschließend, ob die Kieferhöhle intakt ist, glättet die Knochenränder, desinfiziert die Wunde gründlich und vernäht das Zahnfleisch hygienisch.
Wenn ein Abszess vorliegt, öffnet der Zahnarzt die Schleimhaut, verschafft sich Zugang zum Wurzelkanal und entfernt den infektiösen Inhalt. Eine Antibiotikatherapie unterstützt die Heilung. Bei stark entzündeten Zahnwurzeln kann eine Wurzelspitzenresektion notwendig werden, bei der das untere Drittel der Wurzel entfernt wird, um den Zahn zu erhalten. Auch nach einer Wurzelspitzenresektion verbliebene Wurzelreste oder Zysten an der Zahnwurzel können im Rahmen einer Osteotomie entfernt werden. Eine unbehandelte Zyste kann neurologische Störungen oder Defekte im Kieferknochen verursachen.
Nach dem Eingriff sollte der Patient in den ersten Tagen nur weiche Nahrung zu sich nehmen und auf heiße Speisen und Getränke verzichten. Kauen in der Nähe der operierten Stelle ist zu vermeiden. Nikotin, Alkohol und Koffein sind tabu, und der Oberkörper sollte beim Schlafen hochgelagert werden, um Nachblutungen zu verhindern. Leichte Wundschmerzen und Schwellungen sind normal und können mit Schmerzmitteln behandelt werden. Wenn die Schmerzen jedoch zunehmen oder Nachblutungen auftreten, sollte sofort der Zahnarzt aufgesucht werden, um Komplikationen zu vermeiden.
Bei manchen Eingriffen kann eine Zahnkrone abbrechen. In solchen Fällen müssen die Wurzeln getrennt und anschließend extrahiert werden. Eine Perforation der Kieferhöhle, möglicherweise eine Komplikation bei einer Zahnextraktion im Oberkiefer, muss sofort hygienisch verschlossen werden, um eine Infektion zu verhindern. Insgesamt ist die Osteotomie ein sicheres Verfahren. Ihre Zahnarztpraxis wird Sie ausführlich über die Methode und mögliche Risiken informieren.
Die Kosten für eine Osteotomie werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, wenn eine ärztliche Notwendigkeit besteht, wie etwa bei Fehlstellungen, die zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Der Schweregrad der Fehlstellung ist ein entscheidender Faktor für die Bewilligung der Kostenübernahme. Bei Schmerzen und anderen medizinischen Indikationen bewilligen die Krankenversicherungen oft die nötigen Kosten. Weitere Informationen können Sie bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland oder beim Gemeinsamen Bundesausschuss erhalten.
Eine Osteotomie kann sicher und effektiv durchgeführt werden und trägt somit erheblich zur Mundgesundheit und zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis, um Ihre Zahngesundheit sicher und wirksam zu fördern!